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Das Krähenzimmer

Autorenbild: Judith Koch
Judith Koch
vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension

📚 Rezensionsexemplar / Thriller


❓️Warum wollte ich das Buch lesen?


Schon das Cover von „Das Krähenzimmer“ hat genau die Atmosphäre ausgestrahlt, die ich mir von einem Thriller wünsche, düster und geheimnisvoll. Ich mag Geschichten, die mich so sehr hineinziehen, dass ich beim Lesen am liebsten in der hintersten Ecke verschwinden würde. Also wollte ich herausfinden, ob Carolin Frey genau dieses Gefühl bei mir auslösen kann.


🧠 Meine Meinung:


Der Einstieg hat mich direkt gepackt. Mitten in der Nacht, Nebensaison, ein fast menschenleeres Ostseedorf und ein altes Haus hinter den Dünen, mehr Atmosphäre geht eigentlich kaum. Schon auf den ersten Seiten hatte ich Gänsehaut und jede Menge Fragen im Kopf.

Wer ist noch in der Sturmmöwe? Von wem stammen die kursiv geschriebenen Tagebucheinträge? Was ist damals in Geelekow passiert? Und vor allem, warum fühlt sich ausgerechnet dieser eigentlich vertraute Ort plötzlich so bedrohlich an?

Diese düstere, leicht unheimliche Stimmung mochte ich wirklich sehr. Und trotzdem war ich beim Lesen erstaunlich oft ein bisschen „lost“. Denn obwohl ständig Fragen aufgeworfen werden, hatte ich häufig das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich vorankommt.

Es passiert viel und gleichzeitig irgendwie wenig.

Vielleicht lag es auch daran, dass ich durch die Ich-Perspektive von Lotta sehr dicht an ihren Gedanken und Wahrnehmungen war. Dadurch fühlte sich tatsächlich jeder ein wenig verdächtig an. Ich mag dieses Misstrauen und das Rätselraten grundsätzlich gern, aber irgendwann fehlte mir einfach der Sog, der mich unbedingt weiterlesen lassen wollte.

Das habe ich leider auch daran gemerkt, dass meine Gedanken beim Lesen zwischendurch abschweiften oder ich nicht den Drang verspürte, das Buch unbedingt wieder zur Hand zu nehmen. Und gerade bei einem Thriller wünsche ich mir dieses „Nur noch ein Kapitel!“-Gefühl.

Dabei hatte „Das Krähenzimmer“ für mich eigentlich viele Zutaten, die eine richtig gute Geschichte ausmachen. Ein atmosphärischer Schauplatz, ein geheimnisvolles Haus, eine Vergangenheit voller Fragen, undurchsichtige Figuren und eine Stimmung, bei der ich das Buch definitiv nicht unbedingt zum Einschlafen empfehlen würde.

Nur ist der Funke bei mir leider nicht so übergesprungen, wie ich es mir erhofft hatte.

Auch das Ende lässt einige Türen offen und fühlt sich für mich durchaus nach einer möglichen Fortsetzung an. Ob ich mich dann noch einmal in die Sturmmöwe wage? Mal schauen …

✅️ Kurzfazit:


Atmosphäre: ✔️

Gänsehaut: ✔️

Geheimnisse: ✔️

Spannung: für mich leider mit einigen Längen.

„Das Krähenzimmer“ hat vieles richtig gemacht und besonders mit seiner düsteren Atmosphäre bei mir gepunktet. Trotzdem hat mir über weite Strecken der Sog gefehlt, den ich mir von der Geschichte erhofft hatte.

Für mich also ein Buch mit viel Atmosphäre und einer spannenden Ausgangsidee, das mich persönlich aber nicht ganz erreichen konnte.


🔎 Worum geht’s?


Nach einer toxischen Beziehung mit Quentin sucht Lotta Abstand und zieht sich nach Geelekow an der Ostsee zurück. In der „Sturmmöwe“, dem Haus ihres Vaters, möchte sie zur Ruhe kommen.

Doch das vermeintliche Refugium fühlt sich plötzlich alles andere als sicher an. Lotta hat das Gefühl, nicht allein zu sein. Geheimnisvolle Einträge, rätselhafte Regeln und die Geschichte einer jungen Frau, die vor ihr in dem Haus lebte und dort starb, lassen immer mehr Fragen entstehen.

Was ist damals in der Sturmmöwe geschehen und wem kann Lotta noch trauen?




 
 
 

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