Das Glück beginnt in Istrien
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Dieses Buch wurde mir empfohlen und hat sofort meine Neugier geweckt. Romance-Escape-Geschichten lese ich immer sehr gerne, weil sie Fernweh, Wohlfühlatmosphäre und Romantik so schön miteinander verbinden. Ein weiterer Grund war Rovinj selbst. Als Kind war ich einmal dort und habe diesen Ort in wunderbarer Erinnerung behalten. Deshalb habe ich mich darauf gefreut, mit diesem Buch noch einmal an die Adriaküste zurückzukehren.
🧠 Meine Meinung:
Von der ersten Seite an hat mich vor allem das wunderschöne Setting begeistert. Rovinj wurde so lebendig beschrieben, dass ich mich sofort wieder in die engen Gassen, den Hafen, die kleinen Boutiquen und Lokale hineinversetzen konnte. Besonders die Atmosphäre hat das Buch für mich getragen. Das Vista Mare ist weit mehr als nur ein Bed & Breakfast, es ist ein Ort der Geborgenheit, an dem Menschen aufgefangen werden, Freundschaften entstehen und verletzte Herzen langsam heilen dürfen. Einfach Balsam für die Seele.
Linda war mir als Hauptprotagonistin durch ihre bewegte Vergangenheit schnell sympathisch. Nachdem ihr Ex ihr nichts als leere Versprechungen und ein gebrochenes Herz hinterlassen hat, konnte ich ihre Verletzlichkeit und Unsicherheit gut nachvollziehen. Besonders ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und ihre Hilfsbereitschaft haben sie für mich zu einer liebenswerten Protagonistin gemacht. Dennoch konnte ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen. Aus meiner Sicht hat sie einigen Menschen Chancen eingeräumt, die ich an ihrer Stelle vermutlich nicht mehr gegeben hätte. Da ich hier aber nicht spoilern möchte, belasse ich es dabei. Trotz allem konnte ich ihre Beweggründe aufgrund ihrer Vergangenheit zumindest teilweise verstehen.
Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich Daria, die Inhaberin des B&Bs. Mit ihrer direkten, herzlichen und unkomplizierten Art bringt sie Wärme in die Geschichte und sorgt dafür, dass man sich im Vista Mare sofort willkommen fühlt. Auch Marko hat mir mit seiner ruhigen, bodenständigen Art sehr gefallen. Und Dackel Pino war ohnehin ein kleines Highlight, das mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.
Für Auflockerung sorgten einige humorvolle Dialoge und Szenen voller Situationskomik. Auch wenn ich manche davon als etwas überzogen empfunden habe, hatte die Geschichte insgesamt ihren ganz eigenen Charme.
Ich habe sehr gerne zu diesem Buch gegriffen, denn für mich stand vor allem das Gefühl im Mittelpunkt, noch einmal nach Rovinj zurückzukehren. Silvia Trippolt hat das mediterrane Flair so stimmungsvoll eingefangen, dass ich mich beim Lesen oft gefühlt habe, als würde ich selbst durch die Altstadt schlendern. Genau diese Wohlfühlatmosphäre macht das Buch für mich zu einer gelungenen Sommerlektüre.
✅️ Kurzfazit:
Das Glück beginnt in Istrien ist zwar keine außergewöhnliche Geschichte, punktet aber mit einer traumhaften Kulisse, viel Herz und einer Atmosphäre, die echtes Fernweh weckt. Wer Romance-Escape-Romane liebt und sich für ein paar Stunden an die Adria träumen möchte, wird hier schöne Lesestunden verbringen. Für mich war es vor allem eine kleine Reise zurück nach Rovinj und genau deshalb bin ich nun auch neugierig auf den nächsten Band der Reihe, der nach Triest führt. Bella Italia, ich wäre gerne wieder mit von der Partie.
🔎 Worum geht's?
Nach einer schmerzhaften Enttäuschung lässt Linda ihr bisheriges Leben in Graz hinter sich und macht sich mit ihrem alten Fiat Panda auf den Weg nach Istrien. Als ihr Auto mitten im Nirgendwo liegen bleibt, begegnet sie dem Trüffelsucher Marko und seinem Dackel Pino. Schon bald findet sie im kleinen Bed & Breakfast Vista Mare in Rovinj nicht nur eine Unterkunft, sondern einen Ort, an dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten zusammenkommen. Während jeder sein eigenes Geheimnis mit sich trägt, beginnt Linda langsam, ihre Vergangenheit loszulassen und sich auf einen neuen Lebensabschnitt einzulassen.
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