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Floras Chaos

Autorenbild: Judith Koch
Judith Koch
13. Sept.
3 Min. Lesezeit

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension

📚 Rezensionsexemplar / Kinderbuch



❓️Warum wollte ich das Buch mit meinen Enkelkindern lesen?



Chaos kennt wohl jeder, der Kinder hat. Eben wurde noch Lego gebaut, dann geknetet und schon wird das nächste Spielzeug herausgeholt. Zack, und schon ist der Überblick dahin. Und spätestens beim Aufräumen kann aus ein bisschen Unordnung eine echte Herausforderung werden.


Genau deshalb fand ich die Idee hinter „Floras Chaos“ zunächst richtig schön. Ein Bilderbuch, das Kindern spielerisch zeigt, wie schnell sich Unordnung verselbstständigen kann und dass es manchmal besser ist, Dinge gleich wieder wegzuräumen? Das klang nach einer Geschichte, die ich gerne mit meinen Enkelkindern entdecken wollte.


🧠 Unsere Meinung:


Die Idee von „Floras Chaos“ hat mir eigentlich gut gefallen. Gerade für Kinder ab vier Jahren ist das Thema schön aus dem Alltag gegriffen und die Geschichte möchte ganz ohne erhobenen Zeigefinger zeigen, warum es manchmal sinnvoll ist, Dinge gleich wieder wegzuräumen.


Mit meinem dreijährigen Enkel habe ich angefangen, die Geschichte zu lesen, und zunächst hatte er durchaus seinen Spaß daran.


Bei den Illustrationen war ich allerdings schon nicht ganz so begeistert. Die sind einfach nicht mein Geschmack. Viel neugieriger hatten mich deshalb der Titel und der Klappentext gemacht.


Auch mit der Darstellung des Chaos konnte ich mich nicht so richtig anfreunden. Es wird als graues Staubknäuel dargestellt, das Flora ständig begleitet und immer größer wird. Dass aus ein paar herumliegenden Dingen irgendwann ein riesiges Chaos entsteht, kann ich noch gut nachvollziehen. Aber dass dieses Knäuel Flora wirklich überallhin folgt, sogar auf den Spielplatz, fand ich doch etwas gewöhnungsbedürftig. Mein Enkel störte sich daran überhaupt nicht. Ich hingegen habe mich schon gefragt, warum muss dieses Staubmonster eigentlich ständig dabei sein?


Richtig schwierig wurde es für mich dann an der Stelle, als das Staubmonster Floras Lieblingskuscheltier und sogar die Hauskatze „verschlingt“. (Ja, verstehe, dass im Chaos auch mal 'was verloren geht, aber eine echte Katze?) Mein Enkel fand das lustig und kicherte, während ich eher sprachlos vor den Bildern saß.


Und als Flora anschließend selbst in das Staubmonster steigt, um ihr Kuscheltier zu retten, sah es für mich auf den ersten Blick tatsächlich so aus, als hätte das Monster auch Flora verschlungen. Erst beim genaueren Hinsehen wird klar, dass sie ins Staubmonster selbst hinein steigt? 🤔


Da war ich ehrlich gesagt raus. Für mich ging an dieser Stelle die eigentliche Botschaft der Geschichte ein bisschen zwischen Staubmonster und Abenteuer verloren.


Zum Glück findet die Geschichte danach wieder zurück zu dem, worum es eigentlich gehen soll. Flora erkennt, dass ihr eigenes Verhalten für das Chaos verantwortlich ist. Sie beginnt aufzuräumen und lernt dabei, dass es wesentlich einfacher ist, Dinge gleich an ihren Platz zu legen, bevor sich daraus ein riesiges Durcheinander entwickelt.


Diese Botschaft gefällt mir nach wie vor richtig gut. Sie ist alltagsnah, verständlich und kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus. Nur die Umsetzung hat mich leider nicht überzeugt.


Für meinen Enkel war die Geschichte okay. Allerdings hat er sich „Floras Chaos“ seitdem auch nicht noch einmal zum Vorlesen ausgesucht. Vielleicht hat sie ihn einfach nicht nachhaltig angesprochen und mich eben auch nicht.


Und wenn Flora nicht inzwischen vom Staubmonster doch verschluckt wurde, dann leben die beiden vermutlich noch heute glücklich und vor allem ordentlich in einem aufgeräumten Kinderzimmer. 😉


🔎 Worum geht’s?


Bei Flora beginnt das Chaos ganz harmlos. Ein paar Wachsmalkreiden und ein Bonbonpapier bleiben liegen. Doch aus ein bisschen Unordnung wird immer mehr und schließlich folgt Flora das Chaos sogar bis in die Schule.


Als dann auch noch ihr Lieblingskuscheltier darin verschwindet, reicht es Flora. Sie steigt mitten hinein und entdeckt dabei jede Menge Dinge, die sie längst vergessen hatte. Doch wird sie dort auch ihr Kuscheltier wiederfinden?


 
 
 

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