Herbstlichtzauber
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Ich bin bekennender Herbstfan, nach dem Sommer. Kaum verabschiedet sich dieser, freue ich mich schon auf bunte Blätter, Kürbisse, gemütliche Nachmittage mit Tee und natürlich Bücher.
Und dann kommt ein Buch daher, das „Herbstlichtzauber“ heißt, da hatte ich eigentlich gar keine andere Wahl. Der Titel hat mich sofort neugierig gemacht und genau das versprochen, wonach mir nach dem Sommer der Sinn steht, ein bisschen Romantik, ein bisschen Magie und ganz viel Herbstgefühl.
🧠 Meine Meinung:
Ich habe beim Lesen förmlich das Rascheln des Herbstlaubs gehört und Little Balmoral vor meinem inneren Auge gesehen. Ein altes Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, Herbstfarben satt, Kürbisse, Laternen und dazu ein klitzekleines bisschen Spuk.
Und genau dieses Setting hat mich gekriegt.
Die Geschichte hat mich tatsächlich mit einem großen Sprung in den Herbstmodus katapultiert. Dazu die französische Kulisse gepaart mit einem Hauch Kanada, eine ziemlich charmante Herbst-Symbiose, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe.
Besonders neugierig gemacht hat mich der geheimnisvolle Brief. Die einzelnen Schnipsel sorgten bei mir dafür, dass ich das große Ganze sehen wollte. Da wurde bei mir aus „Ich lese mal ein bisschen weiter“ ziemlich schnell „Na gut, ein Kapitel geht noch“.
Bei Phèdre und Adam war es dagegen etwas anders. Die große Verbindung zwischen den beiden habe ich nicht von Anfang an gefühlt. Ich konnte ihre gemeinsame Vergangenheit nachvollziehen, aber emotional wollte der Funke bei mir zunächst nicht so richtig überspringen.
Trotzdem hat mich das Buch nicht verloren, ganz im Gegenteil. Denn das Drumherum hat mir so gut gefallen, dass ich mich einfach gern in dieser Geschichte aufgehalten habe.
Und dann sind da noch die beiden kleinen Esel. Ich meine, alte Villa, Herbst, ein bisschen Spuk, verlorener Liebesbrief UND Esel? Da kann man als Leserin schon mal schwach werden.
Auch beim Spice hat Sophie Jomain für mich genau die richtige Dosis gefunden. Nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern so, dass es für mich zur Geschichte gepasst hat, ohne ihr die Show zu
stehlen.
✅️ Kurzfazit:
„Herbstlichtzauber“ ist für mich weniger die große Liebesgeschichte, bei der vom ersten Moment an die Funken sprühen, sondern vor allem ein wunderschöner Herbst-Wohlfühlroman.
Ein altes Herrenhaus, ein verlorener Brief, ein Hauch von Spuk, Kürbisse, Dorfgemeinschaft, zwei kleine Esel und jede Menge Herbstgefühl. Hier bekommt der Titel definitiv sein eigenes kleines Prädikat: Herbst kann dieses Buch! 🍂🎃
Und manchmal muss man sich eben nicht sofort in die Protagonist*innen verlieben, um sich trotzdem in einer Geschichte pudelwohl zu fühlen.
🔎 Worum geht’s?
Neun Jahre nach ihrer ersten großen Liebe kehrt Phèdre nach Frankreich zurück und erbt das alte Herrenhaus Little Balmoral. Dort trifft sie überraschend auf Adam, ihre Jugendliebe. Als ein alter, nie zugestellter Brief auftaucht, beginnen die beiden gemeinsam, dessen Geheimnis zu lüften und stoßen dabei auf ihre eigene Vergangenheit.
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