Kein Sommer ohne August
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Vor einigen Jahren bin ich zum ersten Mal auf Lucy Astner aufmerksam geworden. Damals mit ihrem Roman "Gott hat auch mal 'nen schlechten Tag" und seitdem hat sie mich als Leserin fest an ihrer Seite. Es folgten weitere Bücher, auch unter ihrem Pseudonym Louise Pelt, und eines war schöner als das andere. Selbst meine Enkelkinder kennen und lieben ihre Geschichten, denn Lucy Astner schreibt auch wundervolle Kinderbücher.
Seit ich von 𝐊𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐀𝐮𝐠𝐮𝐬𝐭 erfahren habe, habe ich der Veröffentlichung voller Freude entgegengefiebert.
🧠 Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich nicht einfach nur unterhalten, es hat mich vollkommen vereinnahmt.
Die Geschichte wird aus Charlies Sicht erzählt und wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Anfangs fühlte es sich an, als würde mir eine gute Freundin ihre Lebensgeschichte erzählen. Mit jeder Seite rückte ich ihr jedoch näher, bis irgendwann etwas Bemerkenswertes geschah. Ich war plötzlich nicht mehr nur Zuhörerin, ich war Charlie! Ich habe wie sie gefühlt, geliebt, gehofft, gelitten, gelacht und geweint. Lucy Astner besitzt diese seltene Gabe, Figuren nicht nur lebendig wirken zu lassen, sondern sie direkt ins Herz ihrer Leser*innen zu schreiben.
Dabei hat mich auch der Aufbau der Geschichte begeistert. In den Rückblicken erleben wir zwölf Sommer voller Freundschaft, erster Liebe, Träume und Veränderungen. Gleichzeitig begleitet man Charlie in der Gegenwart zurück nach Liberty Beach. Obwohl man schon weiß, dass irgendwann etwas Schlimmes passiert, bleibt die Spannung durchgehend erhalten. Mit jedem Sommer setzt sich das Puzzle weiter zusammen und beantwortet Stück für Stück die Fragen, die einen unaufhörlich beschäftigen.
Charlie habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Mein Mitgefühl war voll auf ihrer Seite, denn sie hatte es nie leicht, aber in August habe ich mich verliebt. Wirklich, wie unverschämt liebenswert kann ein Buchcharakter eigentlich sein? Wer diesen Mann kennenlernt und ihn nicht ins Herz schließt, besitzt vermutlich einen Kühlschrank anstelle eines Herzens.
Lucy Astner schreibt unglaublich bildhaft. Die Schauplätze, die Emotionen, die Begegnungen, alles lief vor meinem inneren Auge wie ein Film ab. Vielleicht liegt das auch an ihrer Erfahrung als Drehbuchautorin. Jedenfalls habe ich die Welt um mich herum mehrfach komplett ausgeblendet und war stattdessen in Liberty Beach unterwegs.
Und ja, dieses Buch tut weh. Es gibt Momente, in denen man am liebsten laut „Nein!“ rufen möchte. Aber genau diese emotionalen Tiefpunkte machen die Geschichte so intensiv und berührend. Die Autorin trifft immer wieder mitten ins Herz und legt dabei sämtliche emotionalen Schalter um.
Über das Ende möchte ich gar nicht zu viel verraten. Nur so viel, legt euch vorsorglich eine ganze Taschentücherbox bereit. Ich jedenfalls habe sie gebraucht.
Besonders gefreut habe ich mich außerdem über die Entdeckung, dass dies der Auftakt der Every-Summer-has-a-Story-Reihe ist. Zumindest wird es ganz sicher einen weiteren Band geben. Diese Nachricht hat mein Leserherz direkt noch ein kleines Stück glücklicher gemacht.
✅️ Kurzfazit:
Kein Sommer ohne August ist eine Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Frage, ob man den Mut findet, sein Herz wieder zu öffnen. Emotional, atmosphärisch, mitreißend und voller Figuren, die man nicht mehr vergessen möchte. An dieser Stelle hat Molly auch noch eine kleine Erwähnung verdient.
Dieses Buch hat sich wie einige Vorgänger auch wieder in mein Herz geschlichen.
Deshalb bekommt dieser Roman von mir nicht nur die 5 Sterne, sondern erhält meine persönliche höchste Auszeichnung:
Prädikat Lieblingsbuch. 🩷
Denn Jahreshighlight klingt so vergänglich, aber ein Lieblingsbuch bleibt für immer.
🔎 Worum geht’s?
Charlie Henderson hat ihre Vergangenheit sorgfältig hinter verschlossenen Mauern versteckt. Als sie eine Erbschaft zurück nach Liberty Beach führt, muss sie sich nicht nur den Erinnerungen an ihre Kindheit stellen, sondern auch August Green begegnen, ihrer ersten großen Liebe und dem Grund, warum sie vor zehn Jahren alles hinter sich ließ. Zwischen einem geerbten Buchladen, alten Wunden und ungeklärten Fragen steht Charlie vor der Entscheidung, ob sie ihrer Vergangenheit weiterhin ausweicht oder endlich ein neues Kapitel beginnt.
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