The Vacation
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Nachdem mir „The Passenger“ von John Marrs damals richtig gut gefallen hatte, wollte ich schon länger mal wieder etwas von ihm lesen. Da kam die Neuauflage eines seiner früheren Werke gerade recht. Und weil gemeinsam lesen noch mehr Spaß macht, wurde „The Vacation“ kurzerhand zum Buddyread mit meiner Freundin Katrin @lineslieblingsbuecher
🧠 Meine Meinung:
Ich gebe zu, am Anfang musste ich erst einmal ankommen. Viele Namen, viele Andeutungen und noch mehr offene Fragen. Wo ist Louis? Was ist vor zwei Jahren in Tommys Leben passiert? Vor wem hat Savannah Angst? Und was wollen Eric und Nicole eigentlich?
Obwohl ständig neue Figuren dazukommen, verliert man erstaunlicherweise nie den Überblick. John Marrs gibt seinen Charakteren so unterschiedliche Persönlichkeiten und Geschichten, dass ich schnell ein Bild von ihnen im Kopf hatte. Und genau diese Figuren machen für mich einen großen Reiz des Buches aus.
Ich wusste bei einigen wirklich nicht, wem ich trauen kann. Manche waren mir sofort sympathisch, bei anderen hatte ich direkt ein ungutes Gefühl. Und dann gab es diejenigen, bei denen sich meine Meinung im Laufe der Geschichte immer wieder verändert hat.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen. Stück für Stück bekommt man Einblicke in die Vergangenheit der einzelnen Personen und setzt dabei seine eigenen Puzzleteile zusammen.
Und genau das hat für mich den Lesesog ausgemacht. Ebenso wie die kurzen Kapitel und die schnell wechselnden Perspektiven. Dadurch wollte ich ständig wissen, was als Nächstes passiert und vor allem, wie diese Menschen miteinander verbunden sind.
Das Buch hat knapp 600 Seiten und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass es sich zieht. Im Gegenteil. Ich hätte am Ende sogar gerne noch weitergelesen, so sehr war ich in der Story. Jeden Morgen habe ich mich schon auf den nächsten Leseabschnitt und den Austausch gefreut. Lediglich die Auflösung, die ging mir fast ein bisschen zu schnell, weil plötzlich vieles Schlag auf Schlag kam. Keine Kritik, einfach nur, weil ich gerne noch etwas länger am Venice Beach geblieben wäre.
Eine Sache möchte ich aber unbedingt noch erwähnen: „The Vacation“ ist kein Thriller und wird auch nicht als solcher deklariert, sondern als Roman. Die Spannung entsteht vielmehr durch die unterschiedlichen Figuren, ihre Geheimnisse und vor allem durch die Frage, wie ihre Geschichten miteinander zusammenhängen. Und genau dieses große Rätsel hat für mich wunderbar funktioniert.
Das Buch erschien im Original bereits 2015 unter dem Titel „Welcome to Wherever You Are“ und wurde für die Neuauflage überarbeitet. Ehrlich gesagt gefällt mir der ursprüngliche Titel, ebenso wie das damalige Cover, deutlich besser. Denn das passt für mich nicht nur stimmungsvoller zur Geschichte, sondern hat auch einen viel stärkeren Bezug zu dem, worum es im Buch tatsächlich geht.
✅️ Kurzfazit:
Ein Hostel voller Fremder. Jede Menge Geheimnisse. Und die Frage, wem man eigentlich trauen kann.
„The Vacation“ hat mich mit seinen ungewöhnlichen Figuren, den vielen offenen Fragen und seiner atmosphärischen Erzählweise richtig gut unterhalten. Ein Roman mit ordentlich Spannung und einem ganz eigenen Sog.
Und mein Fazit nach knapp 600 Seiten?
Ich wollte immer noch ein Kapitel lesen. Und noch eins, und noch eins, und noch eins.
🔎 Worum geht’s?
Im heruntergekommenen Venice Beach International Hostel in Los Angeles treffen Menschen aus aller Welt aufeinander und fast jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Savannah schläft mit einem Revolver unter dem Kopfkissen, Eric und Nicole verfolgen einen mysteriösen Plan und Tommy wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Je mehr man über die Gäste erfährt, desto deutlicher wird, ihre Geschichten sind vielleicht längst miteinander verbunden.
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